30. Januar 2012
Über Immobilienscout hat sich unter anderen auch die Firma "Umzüge Zuschke" gemeldet. Es erschienen zur Angebotserstellung Frau Zuschke mit einem Begleiter, der sich auch mit Zuschke anreden ließ und die Verhandlung führte. Das Angebot enthielt den Umzug sowie optional die Wohnungsrenovierung und die Inzahlungnahme von Einrichtungsgegenständen, die nicht mitgenommen werden sollten. Da Fa. Zuschke überwiegend gute Internetbewertungen hatte (auch wenn mindestens eine selbst geschrieben war), erteilte ich der vertrauenserweckenden Frau Zuschke eine Woche später in meiner Wohnung den Auftrag für den Umzug gegen eine Baranzahlung von 30%. Zusammen mit einem (diesmal anderen) Begleiter, der einen soliden Eindruck machte, nahm sie die in Zahlung gegebenen Gegenstände gleich mit. Vor der Vertragsunterzeichnung wurde mir auf Nachfrage als Transportmittel das Foto eines geräumigen Möbelwagens mit der Firmenaufschrift Zuschke gezeigt.
Nach 2 Wochen rief ich an, um den genauen Termin festzulegen und den Auftrag für die Renovierungsarbeiten zu vergeben. Als Ankunftszeit wurde mir die Zeit zwischen 7:00 und 8:00 Uhr genannt. Erschienen ist am Umzugstag kurz vor 10:00 Uhr ein kleiner Hochraumkastenwagen eines Autoverleihs, eine junge Frau und ein junger Mann als Packer sowie der Herr, der das Angebot erstellt hatte und sich stets mit Herr Zuschke ansprechen ließ. Er bestätigte, daß seine Frau bereits Gegenstände abgeholt und die Anzahlung erhalten hatte. Meinen Zweifel, daß der Wagen groß genug sei, teilte er nicht.
Alles war von mir verpackt und die Möbel waren zerlegt, es musste nur geladen werden. Nach eigenen Erfahrungen als Möbelpacker in der Studentenzeit wäre dies nach ca. 2 Stunden erledigt gewesen. Nachdem ich mehrere im Regen stehende Möbelstücke wieder ins Trockene geschafft hatte, bin ich um ca. 16:00 Uhr mit einigen Teilen nach Nürnberg vorgefahren, da ich nicht länger warten konnte. Da war noch nicht alles aufgeladen und der Wagen bereits voll, obwohl der Möbelumfang geringer war als bei der Angebotsabgabe. Ich hatte einen Festpreis vereinbart und war daher relativ gelassen. Gegen 20:00 Uhr kam der Wagen in Nürnberg an. Bis ca. 23:00 war alles in die Wohnung im 5. Stock (kleiner Aufzug) geschafft. Mein Lob den Packern, die inzwischen ergänzt bzw. ausgetauscht waren: sie haben schwer gearbeitet und blieben sehr freundlich. Am nächsten Tag bei Tageslicht stellte sich heraus, wie es möglich gewesen war, doch noch alles in das zu kleine Fahrzeug zu verladen. Was ging, wurde demontiert und mit Gewalt eingebracht. Die Teile, die nach meiner Abfahrt in Augsburg verladen wurden, wiesen fast alle Kratzer und Schrammen auf, für bisher sparsam eingesetzte Decken war wohl kein Platz mehr. Ich bin durchaus bereit zu akzeptieren, daß es bei jedem Umzug zu Beschädigungen und Verlusten kommt, hier war aber eindeutig der ungeeignete Wagen die Ursache. Nach meinem Urteil: ein unprofessioneller nachlässiger und damit auch zu teurer Umzug.
Damit hätte ich noch leben können. Vor meiner Anfahrt in Augsburg hatte ich Herrn "Zuschke" auf die Renovierungsarbeiten angesprochen. Seine Frau hätte ihm nichts von der Auftragserweiterung gesagt, daß sei aber kein Problem, wir könnten einen handschriftlichen Vertrag machen bei Anzahlung von 150,- € in bar, teilte er mir mit. Einer seiner Mitarbeiter (der Maler sei) besah nochmal den Umfang der Arbeiten und wirkte kompetent. Für eine Preiserhöhung von 50,- € gegenüber dem ursprünglichen Angebot wurden Mehrkosten für kritische Stellen der Renovierung sowie die Durchführung der Wohnungs- und Schlüsselübergabe schriftlich vereinbart, die mir Herr "Zuschke" auf Grund meiner Terminschwierigkeiten angeboten hatte. Die Anzahlung habe ich vor meiner Abfahrt in bar geleistet.
Nach Abladen der Möbel in Nürnberg und Barzahlung des Umzugsrestbetrages teilte Herr "Zuschke" mit, daß er das Geld für die Renovierung auch in bar haben wolle und wenn ich nicht wieder nach Augsburg zur Bezahlung kommen wolle, müsse ich jetzt den Gesamtbetrag in bar zahlen, Überweisungen akzeptiere er nicht. Andernfalls gebe er mir die Anzahlung zurück. Hierauf versuchte ich um 23:00 Uhr telefonisch den Auftrag an eine andere Firma zu vergeben oder Bekannte um Hilfe zu bitten, was zu der Uhrzeit nicht mehr möglich war. Schließlich musste ich gegen Mitternacht am Bahnhof den Geldautomaten aufsuchen und auf diese von mir als Erpressung empfundene Forderung eingehen.
Man wird es erraten: in der Folge wurde seitens des Herrn "Zuschke" keine einzige Vereinbarung eingehalten. Nur einmal antwortete Herr "Zuschke" auf einen Anruf und versprach das Blaue vom Himmel, es folgte nichts. Ständige Anrufe, SMS und Emails an Fa. Zuschke mit Terminsetzung für die Einleitung rechtlicher Schritte sowie Anfragen zur Stellung des Herrn "Zuschke" in der Firma wurden nicht beantwortet. Erst als von mir per SMS der Hinweis auf die noch anstehende Internetbewertung erfolgte, meldete sich Herr "Zuschke" telefonisch. Auf eindringliche Nachfrage, wie er denn nun wirklich heiße, outete er sich als Herr Mie(h?)le, um schimpfend mitzuteilen, daß er keine Zeit für die dauernden Belästigungen habe und vor Schüssen warne, die nach hinten losgingen wegen übler Nachrede. Außerdem hätte er ja längst einen Termin für die Wohnungsübergabe vereinbart. Nach Auskunft der Wohnungsverwaltung geschah dies aber erst am gleichen Tag dieses Telefonats und somit 10 Tage später als vereinbart.
Daß die Wohnungsübergabe dann doch noch stattfand, führe ich auf die Bewertungsankündigung zurück. Bis heute weiß ich nicht, welche Stellung Herr Mie(h)le bei Fa. Zuschke hat und ob Verbindungen zur Firma "Umzüge Miehle" in Königsbrunn mir einer ähnlich negativen Bewertung bestehen. Frau Zuschke selbst hat trotz Aufforderung nie Stellung bezogen. Ich kann von dieser Firma nur abraten.
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